2017-08-17 15:46:00 CEST

More Than Sports: Zu Hause ist es eben doch am Schönsten

Lorenz Schümann blickt auf World Tour Final mit Markus Böckermann

Seinen „Angstgegner“ Lorenz Schümann hat Markus Böckermann in Hamburg an seiner Seite. Credit: FIVBSeinen „Angstgegner“ Lorenz Schümann hat Markus Böckermann in Hamburg an seiner Seite. Credit: FIVB

Die Antwort kommt spontan. „Markus macht auf jeden Fall mehr blöde Sprüche“, sagt Lorenz Schümann lachend. Es ist das Erste, das dem deutschen Beach-Volleyball-Spieler einfällt auf die Frage, was anders sein wird, wenn er beim World Tour Final in Hamburg an der Seite von Markus Böckermann spielt.

 

Normalerweise spielt Schümann mit Julius Thole und Böckermann mit Lars Flüggen. Da Flüggen sich aber bei den FIVB Beach Volleyball Weltmeisterschaften in Wien am Knie verletzt hat, tritt Schümann mit Böckermann an – es ist das erste Mal, dass das Duo zusammen spielt. Die beiden Athleten kennen sich gut, denn beide leben und trainieren in Hamburg. Als Gegner hat Markus nicht so gute Erfahrungen mit dem 25-jährigen Schümann gemacht. „Aktuell steht es 3:1 für mich. Ich bin seit Angstgegner“, sagt Lorenz mit einem breiten Grinsen. In dieser Saison haben Schümann/Thole ihre nationalen Konkurrenten Böckermann/Flüggen bereits zwei Mal besiegt, zuletzt beim Poreč Major. Da sicherten sich Schümann/Thole durch den 2:1-Sieg den Einzug in die K.O.-Runde und ihre bislang beste Platzierung bei einem Major Turnier (17.).

 

Hamburg Major als Beginn einer Erfolgsgeschichte

 

Schümanns Lieblingsturnier ist aber nach wie vor das Hamburg Major von 2016. Hier begann vor etwas mehr als einem Jahr der Aufstieg von ihm und Julius Thole. Aus der Nachrückerliste rutschte das Duo am Vorabend der Qualifikation ins Turnier und schaffte überraschend mit zwei Siegen den Sprung ins Hauptfeld. Es war ihr erstes gemeinsames internationales Turnier. „Das war der Start“, sagt Lorenz. Inzwischen haben sich der 1,92 Meter große Abwehrspieler und der 2,05 Meter große Blockspieler auf der World Tour einen Namen gemacht. „Früher war es noch eine Überraschung, wenn wir es ins Hauptfeld geschafft haben, jetzt ist es unser Anspruch“, sagt Lorenz.

Bisher stand das Netz immer zwischen ihnen: Lorenz Schümann (2.v. links) mit Julius Thole (links) und Markus Böckermann (2.v.r.) mit Lars Flüggen (rechts). Credit: FIVBBisher stand das Netz immer zwischen ihnen: Lorenz Schümann (2.v. links) mit Julius Thole (links) und Markus Böckermann (2.v.r.) mit Lars Flüggen (rechts). Credit: FIVB

Olympia 2024 ist das Ziel des Duos, das aktuell hinter Böckermann/Flüggen das zweitbeste deutsche Männerteam der Weltrangliste ist. Mit der Teilnahme am World Tour Final in Hamburg geht es nun einen Schritt höher hinaus für Lorenz Schümann, der über seine zwei älteren Schwestern zum Volleyball kam. An der Seite von Markus darf er sich mit den besten acht Teams der Weltrangliste und drei weitere Wild-Card-Inhabern messen. Deutschlands Männer haben zwei Wild Cards erhalten, die andere ging an Jonathan Erdmann und Armin Dollinger.  „Für mich persönlich freue ich mich sehr, dass ich hier mitspielen darf“, sagt Lorenz. „Julius und ich hatten uns aber auch auf eine Wird Card beworben“, verrät er. „Es tut mir so leid für ihn, dass wir nicht zusammen spielen können, ich hätte diesen Moment gern mit ihm geteilt.“

Wild Card für World Tour Finals

Ähnlich geht es Markus, der zusammen mit Lars Flüggen ebenso emotionale Erinnerungen an das Hamburg Major vor einem Jahr hat: Hier gelang den beiden Athleten in einem dramatischen Spiel die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Nun muss Böckermann beim World Tour Final ohne Lars auskommen. Dafür hat er jetzt seinen Angstgegner an der Seite: „Markus ist einer der konstanteste Spieler der vergangenen vier Jahre, ich freue mich darauf, mit ihm zu spielen“, sagt Lorenz.

In dem Film DIE NORM, der sich um die Olympiaqualifikation drehte, hast Lorenz aber auch Dinge entdeckt, auf die er sich nicht freut, zum Beispiel die Geschichte vom nächtlichen Toilettengang bei dem sich Böckermann/Flüggen fast gegenseitig umrennen.

Auf diese ungewollte Nähe möchte Lorenz lieber verzichten. „Ich schlafe im Hotel und Markus soll zu Hause schlafen“, sagt er lachend. Auf das erste Heimturnier der Saison freut Lorenz sich besonders: „Letztes Jahr haben wir extrem gemerkt, wie viel Stimmung bei unseren Spielen war. Zu Hause zu spielen ist das Schönste.“

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